Aus dem Leben eines AuPair

Vielleicht liegt es daran, dass ich wahrscheinlich die beste Gastfamilie gefunden hab, die es überhaupt gibt, oder daran, dass ich mich Hals über Kopf in dieses Land verliebt hab´, aber mein Leben so wie es im Moment ist, könnte nicht besser sein. Ich würde die Arbeit in meiner Familie nicht gerade als Arbeit bezeichnen. Ich meine ich lebe hier und verbringe so gut wie jede freie Minute mit ihnen. Mein Tagesablauf ist genauso wie zuhause. Naja fast. Es ist nicht wie leben mit Fremden, es ist fast wie leben mit meiner eigenen, richtigen Familie. Meine Gastmutter ist mehr wie eine große Schwester/ Australische Mutter, mein Gastvater ist wie ein Kumpel und mein Zwerg ist mein 4. Kleiner Bruder. Es ist meine Familie. Und so nenne ich sie auch. Ich gehe mit meiner Familie einkaufen und ins Kino, wir fahren in den Urlaub und lachen zusammen.

Den größten Lacher gibt es immer wieder, wenn die Blicke der Leute verraten, dass sie keine Ahnung haben wie genau ich in diese Familie gehöre. Mein Zwerg könnte mein Bruder sein und Meine Mum meine große Schwester. Nur keiner kann die Verbindung richtig zusammensetzen. Wie auch immer, auf jeden Fall bin ich unglaublich glücklich, dass ich in dieser Familie gelandet bin. Fatman, Morgan, Mario und Herman. Das sind wir.

Jeden Morgen um 6:30 Uhr klingelt in ohrenbetäubender Lautstärke mein Wecker. Meistens liegt Mario zu dieser Zeit schon mit seinen kalten Füßen an meinem Rücken in meinem Bett und spielt mit meinen Haaren. Nach den allmorgendlichen 15 Minuten Kuscheleinheiten stehen wir dann auf du gesellen uns zu Morgan und den Hunden in die Küche. Frühstück, eine warme Tasse Tee, heiße Schokolade und ein Kind das auf meinem Schoß rumturnt, ist der perfekte Start in den Tag. Nach dem Frühstück ist es Zeit uns langsam in die Klamotten zu werfen und das Kind Schulfertig zu machen. Gebügelte Uniform, Schulranzen, Vesper, Kind fertig. Im Normalfall ist das ganz leicht.

Nachdem Mario Schulfertig ist, geht es los Richtung Schule. Morgan und ich liefern dann Mario an der Schule ab. Danach geht’s erstmal zum Stadtbesten Coffee Shop Stricktly Coffee auf eine schöne Tasse Kaffee. Danach geht Morgan zur Arbeit und ich erledige Dinge wie kleine Einkäufe, Aufräumen, Hunde laufen, Wäsche waschen, Betten beziehen, usw. Wenn ich meine Aufgaben erledigt habe, habe ich Freizeit bis ich Mario von der Schule abholen muss.

Jeden Schultag um 2:40 Uhr klingelt dann mein Wecker, der mir signalisiert, dass ich meinen hintern hochkriegen muss und Mario abholen muss. Ich habe dann 20 Minuten Zeit um zu Marios Schule zu laufen und meinen Zwerg abzuholen. Danach gehen wir i Schneckentempo nach Hause. Ich frag mich immer wieder, wie Blätter, Steine, alles das rumliegt, sich bewegt, fliegt oder steht, so unfassbar interessant sein kann… Naja meistens sind wir so zwischen 3.30 und 4:00 Uhr wieder daheim.

Zuhause gibt es dann erstmal Afternoon Tea und wir versuchen dann Hausaufgaben zu machen. Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit Fußball spielen, basteln, lachen, rumalbern, malen, alles was dem Zwerg so Spaß macht.

Ich freue mich jeden Abend aufs Neue am nächsten Morgen aufzuwachen.

xoxo Mini

4 Kommentare zu „Aus dem Leben eines AuPair

  1. Liebe Mini, du hast wieder einen wunderbaren Bericht geschrieben und es ist eine Freude ihn zu lesen…
    Soooo schön, dass es dir so gut gefällt.
    Ganz liebe Grüße
    Deine Omi

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