Wieso ich mir nichts fürs Neue Jahr vornehme

Jeder kennt es, den letzten Tag des Jahres, den Tag an dem man sich hunderttausend Dinge fürs neue Jahr vornimmt. Im neuen Jahr mache ich mehr Sport, achte besser auf meine Ernährung und koche mehr, statt Essen zu holen, ich gehe ins Fitnessstudio, zum Joggen und werde mehr Gemüse essen. Sind das nicht die obligatorischen Neujahrsvorsätze, wovon sich jeder mindestens 2 vornimmt. Und in wie vielen Fällen, findet dieser enorme Lebenswandel tatsächlich statt? Stimmt, so gut wie nie! Gut es gibt diese Ultra merkwürdigen Menschen, die sich Dinge vornehmen und diese dann auch tatsächlich durchziehen, aber ich denke der normale Durchschnittsmensch ist da ähnlich wie ich immer war. Hundert Sachen vornehmen, die ersten 2 Wochen des Jahres das ganze durchziehen und dann? Aufgeben.. wenn man das so nennt, ich denke immer, dass es eigentlich nicht aufgeben, sondern den VErstand zurück gewinnen ist.
Klar gibt es an mehr Sport, besserer Ernährung und einem gesünderen Lebensstil an sich nichts auszusetzen, andererseits denke ich , dass sich sowas schwer von einem Tag auf den anderen umsetzen lässt. Man muss an solchen Dingen arbeiten. Sich damit beschäftigen, den Willen haben es durchzuziehen und das ist Arbeit. Ich denke als ich jünger war, habe ich mir immer gesagt, hey klar, gar kein Problem, ich mache das und meißtens waren die ersten Monate auch nicht so ganz schlecht. Bis ich dann den Willen verloren habe und keine Lust mehr hatte, mir eben die Arbeit, die eine solche Umstellung mit sich bringt, zu viel war.
Geändert hat sich meine Ansicht über diese Arbeit, den Willen und die Umstellung hat sich im Dezember 2015 geändert. Ich habe einen Entschluss gefasst, habe angefangen, meine Reise zu planen, habe mich darauf gefasst gemacht, alleine in ein weit entferntes, fremdes Land zu ziehen und dort zu bleiben, wie lange wusste ich nicht, ich wollte mich nicht festlegen und auch niemandem von meinen Plänen erzählen. Die meisten Leute, die ich kenne, egal ob meine Freunde, Teile meiner Familie oder andere Bekannte, haben erst durch einen Instagram Post davon erfahren, dass ich am Flughafen in Frankfurt sehnsüchtig auf meinen Abflug warte. Und wisst ihr was? Das war der tollste Vorsatz, den ich mir je gemacht habe. Die beste Entscheidung meines Lebens, das erste Mal in meinem Leben habe ich einen Vorsatz wirklich so umgesetzt, wie ich es mir vorgenommen habe.
Und an dem Tag, als ich das (an diesem Tag sehr sonnige, aber Arsch kalte) graue Deutschland verlassen habe, habe ich beschlossen, mir nie wieder in meinem Leben etwas vorzunehmen, an das ich mich niemals halten werde. Und das war eine Gute Entscheidung!!
Ich habe mir im darauffolgenden Jahr tatsächlich nichts vorgenommen und es hat sich als eines der besten Jahre meines Lebens entpuppt. Ich habe meinen Mann kennen und lieben gelernt, habe eine grauenhafte Schwangerschaft hinter mich gebracht und am Ende die süßeste, kleine Tochter in den Armen zu halten, die ich mir hätte wünschen können. Ich bin umgezogen, habe die Wohnung gemeinsam mit meinem Mann eingerichtet, habe mich verlobt, hab geheiratet. Alles in einem Jahr. Verrückt schnell. Viele sagen, dass es ZU schnell war, aber für uns war es das perfekt Jahr!
Ich habe mir für das Jahr 2018 ursprünglich auch nichts vorgenommen. Aber dieses Jahr habe ich den Vorsatz mir nichts vorzunehmen über den Haufen geworfen und habe mir genau 2 Dinge vorgenommen!
1. Die best mögliche Mama für meine Tochter zu sein und 2. mehr zu schreiben. Den ersten Vorsatz hätte ich mir gar nicht vornehmen müssen, denn in dem Moment, als Klein E. das Licht der Welt erblickte, wusste ich, dass ich mein Leben lang, mein besten tun werde, um sie glücklich zu machen. Ich werde ihr helfen, egal bei was und hinter ihr stehen, bei allen Entscheidungen des Lebens. Den zweiten habe ich mir wirklich vorgenommen und habe mich daraufhin hingesetzt und habe angefangen, mir aufzuschreiben worüber ich schreiben möchte. Und jetzt, Freunde, gibt es, wenn alles gut geht pro Monat 2 Beiträge, es sei denn, mein FaultierSchlafBaby entwickelt sich doch noch zu einem Schrei Kind.
In diesem Sinne Freunde, ein sehr verspätetes, frohes Neues Jahr 2018!

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