Einemillionenzweihundertneuntausendsechshundert Sekunden

1.209.600 Sekunden – 10:44 Uhr – Donnerstag, 21. – 28. Dezember 2017

Zwei Wochen. Zwei Wochen bist du jetzt bei uns. Und die Liebe die wir für dich empfinden, wächst jeden Tag mehr. Wir haben uns inzwischen so gut eingelebt. Du bist so zufrieden, so wunderbar lieb, ich frage mich jeden Tag aufs neue, ob das die Belohnung für die schreckliche Schwangerschaft ist. Jeden Tag frage ich mich, womit ich dich wunderbares Wesen verdient habe.

Du lachst im Schlaf, so wunderschön, ziehst du deine kleinen Mundwinkel hoch und lachst, du siehst dabei so niedlich aus.

Deine kleinen Feder Haare sind noch da. Alle haben gesagt, dass dir die Haare wieder ausfallen werden, aber sie sind noch da. Und sie sehen so hübsch aus. Wenn du morgens aufwachst, stehen sie in alle Richtungen ab. Das sieht noch viel hübscher aus. Deine Augen machst du inzwischen schon öfter auf, sie sind immer noch strahlend blau. Wird dir diese Farbe bleiben? Oder bekommst du dunkle Augen, oder grüne?

Dein Nabel ist abgefallen diese Woche. Am Freitag hatte ich ihn auf einmal in der Hand. Ich bin jeden Tag so begeistert davon, dass du wäschst, immer weiter wächst, immer größer wirst und jeden Tag etwas anderes kannst. Ich liebe dich so sehr.

Du trinkst so toll, das Stillen klappt so gut. Ich hatte so Angst davor, dass ich dir nicht gerecht werde, ich nicht genug Milch habe oder du vielleicht das alles nicht schaffst, dass du zu schwach bist. Aber du bist so stark, du bist so toll, so wunderbar. Du machst das alles so unglaublich gut! Ich bin so stolz auf dich!

Du hälst so viel meinen Daumen fest, mit deiner winzigen Hand, umschließt du so oft meine Finger, dadurch wirken sie noch kleiner. Deine Berührungen spüre ich auch dann noch, wenn du deine Hand schon wieder weg genommen hast.

Jede Nacht habe ich dich irgendwann in mein Bett geholt, habe dich irgendwann auf meinen Bauch gelegt, dass du besser schlafen kannst. Damit du ruhiger schlafen kannst, vor wenigen Tagen warst du noch in meinem Bauch. Jetzt liegst du in deinem Bett, alleine, weg von mir, nicht mehr mit mir verbunden. Du schläfst gut, aber manchmal wirst du unruhig. Dann hole ich dich zu mir, hole dich in mein Bett, auf meinen Bauch und du schläfst so ruhig. Liegt es daran, dass du mich riechen kannst?

An Heilig Abend haben wir dich das erste Mal gebadet. Du warst mindestens genauso nervös wie Papa und ich. Du warst zusammen mit Papa in der Badewanne. Ich darf ja noch nicht. Erst warst du so aufgeregt und hast so sehr gestrampelt, aber dann, hat dein kleiner Körper das Wasser berührt und du bist ganz ruhig geworden. Dein Papa meint, dass dich das wohl an die Zeit in meinem Bauch erinnert. Papa hat dich dann ganz vorsichtig immer weiter ins Wasser getaucht, bis nur noch dein Gesicht über Wasser war und du warst so ruhig und entspannt. Es war so schön dir zuzusehen, wie entspannt du warst!

An diesem Abend hatten wir Besuch und dein Onkel Attha war da. Er hat dich gar nicht mehr hergeben wollen. Das war das erste Mal, dass er dich gesehen hat und er war direkt total verliebt! Man sieht, wie sehr er dich mag. Er hat extra schnell gegessen, damit er dich schnell wieder auf den Arm nehmen kann. Du hast dich glaube ich ziemlich wohl gefühlt bei ihm, denn als wir nachher auf dem Sofa gesessen sind, bist du auf seiner Brust eingeschlafen. Du sahst so süß aus mit deinem Kleid.

Am nächsten Tag sind wir zu Oma und Opa gefahren, also zu Papas Eltern, denn dort gabs allerlei gutes zum Mittagessen. Deine Cousine und dein Cousin waren auch da. Und du hast den ganzen Tag verschlafen. Ganz Seelenruhig hast du in deinem Kinderwagen geschlafen und warst so friedlich. Am T darauf hast du den Rest meiner Familie kennen gelernt. Du warst wieder sehr müde und hast beinahe die ganze Zeit geschlafen. Du warst so süß. Du bist so klein. So winzig, wenn dein Opa dich in seinen großen Händen hält, siehst du noch kleiner aus.

Wir hatten eine Aufregende Woche meine kleine. Du warst so tapfer, hast so toll geschlafen, du bist so unglaublich brav, so lieb! So wunderbar!

Meine kleine Prinzessin.
Einemillionenzweihundertneuntausendsechshundert Sekunden. So lange bist du bei mir.
Ich liebe dich aus tiefstem Herzen meine kleine Randalebraut.
Deine Mama

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