If we cut off all the Body parts we don’t like, there’s nothing left

“Mama das ist XL, dass ist doch viel zu groß !” – Ich, 14 Jahre alt. Hundert Mal habe ich diesen  Satz zu meiner Mama gesagt. “Ne ich hab S vielleicht M aber doch nicht größer.” – Dass sich die Größen oft nur in der Länge wirklich unterscheiden, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Dass ich nicht dick bin, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Dass ich nicht unförmig bin, wusste ich nicht. Meine damalige beste Freundin war der typische “Klassische Schönheits Typ” Sehr schlank, mittelmäßig grosser Busen, durchschnittlicher Po. Alles ganz normal für eine 14 jährige. Nirgends Speck, keine Bauchfalte beim sitzen. Kein Muffintop über der Hose, Hotpants tragen ohne wirkliche Dellen. Der Traum einer jeden heranwachsenden. 

Tja und dann stand da ich. 1,72 m groß, überdurchschnittlich großer Busen, weibliche Hüften, eher breite Schultern, allgemein sehr groß. eine Falte am Bauch beim sitzen, beginnende Cellulite an den Oberschenkeln und einer Menge selbst Zweifel im Kopf. Das Gefühl von Schönheit existierte in mir nicht. Es gab Momente, in denen ich mich wohl gefühlt habe. Momente, in denen ich etwas an mir gut fand. Ich konnte nie etwas nennen, was mir an meinem Körper gefällt. Ich habe regelrecht darunter gelitten dass ich nicht kleinbrüstig, mit flachem Bauch, sondern weiblich und rund war. 

Damals war ich der Meinung, dass ich zu dick, zu rund, zu weiblich, viel zu unförmig bin. Und es hat mich one hell of a time gekostet, bis ich realisiert habe,, Moment, weiblich zu sein, einen vollen Busen zu haben, einen eher grossen Po, Bauch und runde Hüften zu haben, ist keine Schande. Es tut keinem Weh. Auch wenn manche so aussehen, als füge ihnen der Anblick eines solch normalen Menschen schmerzen zu. Was einem weh tut, sind böse Kommentare, schräge Blicke von der Seite, als ”dicke Kuh” bezeichnet zu werden. Das tut weh. 

In der heutigen Zeit, ist das Thema Body Positivity groß geschrieben. Es gibt viele Menschen, die sich für ein positives Körpergefühl einsetzen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Es gibt Menschen, die den Mensch sehen und nicht die dicken Hüften oder die Aneinanderreibenden Schenkel. Sie sehen den Menschen. Den , der genauso schön ist, wie der super schlanke, perfekt gestylte Mensch, der eventuell neben dran steht. Schönheit ist nicht immer nur das äußere. Das versteht nur nicht jeder.

Seitdem ich nähe, hat sich mein Blick auf Kleidergrößen , Körpermasse, und Schönheit deutlich verändert. Bei den meisten Schnitten die ich habe, nähe ich eine 44/46. Eine Kleidergröße, die mich noch vor einigen Jahren zum weinen gebracht hat. Eine Größe, die ich grundsätzlich wieder weg gehängt hätte. Auch heute erwische ich mich dabei, wie ich zu einer 38 greife, wenn ich beim Einkaufen bin, anstatt direkt auf eine 42 zu gehen, obwohl ich weiss, dass ich meinen Busen niemals in eine 38 bringe. Man fühlt sich besser. Bis man in der Umkleide steht und die Hose nicht zu bekommt oder das Oberteil beinahe aus allen Nähten platzt.

Jeder Mensch, ist auf seine Art schön. Der eine hat perfekte Körpermaßen , was auch immer das für Maße sind, der nächste hat glänzende Haare, oder eine gerade Nase, ein rundes Becken, einen größeren Pop. Vielleicht hat jemand eine Zahnlücke, merkwürdig geformte Ohren, Dehnungsstreifen einer Schwangerschaft. Egal wie jemand aussieht, jeder ist auf seine Art schön. Jeder hat ein anderes Gefühl für Schönheit und jeder verdient es, sich hier und da so zu fühlen. 

So go out there and spread some body positivity!

P.S.: Mein absolutes a Vorbild, of all time, Marilyn Monroe, trug Kleidergröße 42 und ist bis heute der Inbegriff von Sexappeal und Schönheit!

2 Kommentare zu „If we cut off all the Body parts we don’t like, there’s nothing left

  1. wow Danke du hast mir meinen Tag gerettet, ich habe mir immer gesagt das ich die richtigen Maße habe, nur halt 30 cm mehr! Danke ganz liebe Grüße Claudia

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